Die IIIf stellt die Spitze der Schraubleica-Entwicklung dar.
26 Jahre lagen zwischen der Markteinführung der ersten Schraubleica und der IIIf.
26 Jahre Erfahrung aus kontinuierlicher Entwicklung und Produktion eines einzigen Kameratyps.
Entsprechend perfektioniert ist sie, die Leica IIIf.
Sie brachte eine ganz wesentliche Neuerung mit: Als erste Kamera der Welt verfügte sie über eine vollständige Blitzsynchronisation. Bei einer Tuschschlitzverschlusskamera ist die Synchronisation mit einem Elektronenblitz eine große Herausforderung.
Trotz dieser zusätzlichen Technik ist die IIIf in den Abmessungen identisch zu ihrem Vorgänger, der IIIc, wodurch sämtliches Zubehör austauschbar ist. Einzige Ausnahme: die Bodenplatte. Diese hat bei den späteren IIIf eine Lasche, welche nicht mit der IIIc kompatibel ist. Andersherum funktioniert es aber, d.h. einen IIIc Boden an IIIf Body zu setzen klappt.
Die Leica IIIf ist eine hervorragende Kamera. Sie läuft zuverlässig und präzise und verfügt über den gleichen Sucher und Entfernungsmesser wie die IIIc, welcher gegenüber früheren Modellen verbessert ist.
Pure Perfektion!
Leica IIIf (rote Kontaktzahlen und Vorlaufwerk) mit Leicavit SYOOM sowie Elmar 5cm.
Suchersystem
Wie bei der Leica b und c liegen bei der Leica f die Einblicke von Sucher und Entfernungsmesser sehr nahe beieinander, was den schnellen Wechsel zwischen Fokussieren und Bildgestaltung verbessert. Der einzige Unterschied zum unmittelbaren Vorgängermodell ist hier, dass die f einen Suchereinblick aus Kunststoff hat und nicht aus Metall. Der neue Suchereinblick wird zwar leichter beschädigt, schont dafür aber Brillengläser.
Dass beide Einblicke in einer gemeinsamen Augenmuschel liegen, führt zu einer überragenden Ergonomie und ermöglicht ein sehr flüssiges Arbeiten. Das Ganze kommt nahe an die Verwendung eines guten Messsuchers heran, man hat aber dennoch ein perfekt sauberes Sucherbild.
Ein reines Sucherbild befreit den Blick während der Bildgestaltung. Für mich persönlich ist das sehr viel Wert und ein großer Vorteil der Barnack-Leicas gegenüber dem moderneren M-System. Ich möchte bei der Bildgestaltung unbeeinflusst durch den Sucher sein. Alles im Sucherbild leitet und beeinflusst das Sehen. Die Aufteilung von Sucher und Entfernungsmesser in zwei getrennte Einblicke kommt mir für meine Art des Fotografierens sehr entgegen. Meiner Ansicht nach fördert ein reiner Sucher ohne leitende Elemente die kreative Bildgestaltung, während man je voller der Sucher, mehr und mehr zu monotonerer Bildgestaltung neigt.
Gewicht und Abmessungen
Gibt man jemandem eine Barnack in die Hand, ist regelmäßig die erste Reaktion "Woah ist die schwer!"
Für ihre geradezu winzige Größe ist sie das auch. Dennoch, gute 400g sind für eine Vollformatkamera eigentlich verdammt wenig.
Mit 409 Gramm (Leica IIIf mit roten Kontaktzahlen) hat die Leica ein sehr schönes Gewicht. Nimmt man sie in die Hand, weiß man wie sich "wertig" definiert!
Wie alle Barnacks liegt die IIIf - der Massenträgheit sei Dank - ruhig in der Hand, während man ihrer trotzdem auch nach vielen Stunden über der Schulter nicht müde wird. So muss das sein!
Eine Leica IIIf ist, Langzeitenrad inbegriffen, 37mm tief, 70mm hoch und 138mm breit (ausgenommen Gurt-Ösen; die beiden Ösen tragen zusammen zusätzlich 5mm auf). Kompakter geht es kaum!
Die IIIf mit schwarzen Kontaktzahlen ist mit 429g geringfügig schwerer als die Version mit roten Kontaktzahlen. Exemplare mit eingebautem Vorlaufwerk sind etwa 16g schwerer.
Von der Leica f gibt es zwei Versionen. Die frühen Leica f tragen schwarz gefärbte Blitzsynchronzahlen um das Kurzzeitenrad auf der Oberseite der Kamera. Diese Variante wird gerne als Black-Dial bezeichnet, eigentlich sind aber alle Räder an jeder zivilen Leica silbern. Lediglich die in die Deckelplatte eingravierten Blitzsynchronzahlen, auch Kontaktzahlen genannt, sind bei den frühen Leica IIIf schwarz.
Im Jahr 1952 kam eine verbesserte Leica f auf den Markt, welche sich äußerlich durch rot gefärbte Kontaktzahlen zu erkennen gibt. Der Marketing-Begriff unserer Zeit lautet unpräziserweise Red Dial.
Im Internet findet die Bezeichnung "Red Dial" eine Verwendung, als würde dahinter ein erhebliches Qualitätsmerkmal stehen und häufig liest man die Empfehlung einer Red Dial unbedingt den Vorzug zu geben. Tatsächlich aber sind die Unterschiede zwischen IIIfs mit roten und schwarzen Kontaktzahlen für den Nutzer recht unwesentlich. Alles andere wäre auch überraschend, bedenkt man die sehr lange Erfahrung, die Ernst Leitz mit der Leica bereits hatte, als die erste IIIf vorgestellt wurde.
Gerne wird als Argument für die IIIf mit roten Kontaktzahlen das niedrigere Alter angeführt. Bei einer Kamera die 70 Jahre alt ist, machen 2 Jahre hin oder her aber nun wirklich nicht den Unterschied :)
Der Hauptunterschied:
Die Red Dial Version ist insgesamt rund 20g leichter als die Black Dial IIIf. Dieser Gewichtsunterschied resultiert aus der Überarbeitung des Schlitzverschlusses, dessen Mechanik etwas leichter wurde.
Hierdurch wurden kürzere Synchronzeiten für den Elektronenblitz möglich, denn die verringerte Trägheit erlaubt eine zügigere Bewegung der Verschlussvorhänge, wodurch der Verschluss bereits bei einer kürzeren eingestellten Verschlusszeit vorrübergehend vollständig öffnet.
Konkret bedeutet das, dass mit der neueren Version der IIIf, also der mit roten Synchronzahlen, Aufnahmen mit einer 1/50s bei Einsatz eines Elektronenblitzes möglich sind.
Verglichen mit der Version mit schwarzen Synchronzahlen stellt dies eine ziemliche Verbesserung dar, da deren kürzeste Synchronzeit für Elektronenblitze bei 1/30s liegt.
Nutze man Blitzbirnen, so ergab sich kein wesentlicher Unterschied. Je nach Birnentyp war, aufgrund der langen Abbrenndauer der Blitzbirnen, eine Synchronisation auch noch mit der kürzesten verfügbaren Verschlusszeit von 1/1000s möglich.
Um die korrekte Synchronisations-Einstellung für die jeweiligen Belichtungszeiten zu ermitteln, benötigt man Tabellen, die sich üblicherweise in den Bereitschaftstaschen der IIIf befinden und zusätzlich in der Bedienungsanleitung abgedruckt sind. Achtung: Die Tabellen für die IIIf mit roten Kontaktzahlen unterscheiden sich von denen der IIIf mit schwarzen Kontaktzahlen.
Weitere Unterschiede:
Mit der Einführung der IIIf mit roten Kontaktzahlen änderten sich die verfügbaren kurzen Verschlusszeiten hin zur neuen/internationalen Zeitenreihe, d.h. während sich auf einer IIIf mit schwarzen Kontaktzahlen die Zeiten 1/30 | 1/40 | 1/60 finden, stehen auf einer mit roten Kontaktzahlen 1/25 | 1/50 | 1/75 zur Auswahl. Die übrigen Zeiten blieben unverändert.
Darüber hinaus tragen die meisten Red Dial IIIfs weniger Gehäuseschrauben vorne und hinten an der Deckelplatte. Das betrifft vor allem das Aussehen und ist geschmackssache.
Vorlaufwerk - Leica IIIf ST
Ab 1954 verfügten alle IIIfs serienmäßig über ein Vorlaufwerk, auch Selbstauslöser genannt, welches eine Laufzeit von etwa 10s bis zur Auslösung des Verschlusses aufweist. Ich finde das Vorlaufwerk recht praktisch und nutze es erstaunlich häufig. Die Alternative zum eingebauten Vorlaufwerk ist der externe Selbstauslöser mit der Bezeichnung APDOO. Dieser funktioniert ausgezeichnet, allerdings nur dann wenn man ihn dabei hat.
Wenn der Selbstauslöser direkt in der Kamera verbaut ist, wie bei den späten IIIf, hat man ihn immer zur Hand, wenn man ihn mal braucht.
Leicas mit eingebautem Vorlaufwerk werden im Handel oft mit dem Zusatz ST für "Self Timer" gekennzeichnet.
Übrigens können auch Leicas vor 1954 über ein Vorlaufwerk verfügen, denn es war auf Wunsch auch davor schon erhältlich und konnte zudem nachgerüstet werden.
Kaufberatung: Wahl des Kameramodells
Die Leica IIIf wird häufig als die beste Barnack-Leica angepriesen und viele Menschen tendieren dazu diesem "Topmodell" gegenüber den Vorgängern den Vorzug zu geben.
Mit der IIIf macht man sicher nichts verkehrt aber ich möchte hier gleich vorweg betonen, dass alle Schraubleicas solide und praktikable Fotoapparate sind und sich auch ein gründlicher Blick auf die anderen Modelle lohnt. Die Unterschiede zwischen den Modellen sind für die Anwendung in aller Regel eher unbedeutetend. Es kommt viel stärker auf den technischen Zustand der Kamera an, als auf das Modell.
Für mich liegen die wesentlichsten Unterschiede in der Gestalt des Gehäuses. Die Entscheidung für ein Modell wäre damit also vor allem Geschmackssache. Die späteren Modelle (IIIc und IIIf) unterscheiden sich optisch geringfügig (größeres Kurzzeitenrad und feinere Oberfläche bei der IIIf). Wer das Mehr an Funktionen der f (siehe unten) nicht benötigt, fährt mit einer c günstiger.
Bei der Überlegung welches Modell das Richtige ist, sollte man sich Gedanken dazu machen, ob man auf besondere Versionen wertlegt. So gibt es die IIIf nur mit einer einzigen Art von Belederung, bei der IIIc hingegen stehen zwei Belederungen zur Auswahl, die sich in Aussehen und Haptik stark unterscheiden.
Hat man Gefallen an den eleganten und zugleich unauffälligen schwarzen Barnacks gefunden, so stehen sowohl IIIc und IIIf nicht mehr zur Debatte, dafür werden die früheren Modelle wie die Leica II oder III bzw. IIIa sehr interessant.
Worauf ich hinaus möchte ist, dass man bei den Barnack-Leicas aus meiner Erfahrung keinen Fehler macht, wenn man sich bei der Modellwahl vor allem von ästhetischen Aspekten leiten lässt.
Die Leica IIIf im Vergleich mit früheren Modellen:
Der offensichtlichste Punkt: Die Blitzsynchronisation. Vermutlich nutzen nur noch wenige Menschen unserer Zeit eine Barnack mit Blitz. Wer dies tun möchte, dem empfehle ich eine Leica f.
Aber: Auch viele frühere Modelle wurden nachträglich mit Synchronisations-Kontakten ausgerüstet und dann gibt es da noch den externen Synchronisator VACU. Man benötigt also nicht zwangsläufig eine Leica f um mit Blitz arbeiten zu können. Am besten und flexibelsten geht das Blitzen jedoch mit einer Leica f mit roten Kontaktzahlen, knapp gefolgt von der Leica f mit schwarzen Kontaktzahlen sowie den mod. f Modellen. Am Unflexibelsten ist man mit den sog. sync. Modellen, darunter verstehe ich ältere Leicas, die zwar über einen Synchronkontakt, nicht jedoch über eine Einstellscheibe für die Verzögerung, d.h. über verschiedene Kontaktzahlen verfügen.
Design: Die Leica IIIf mit Vorlaufwerk ist technisch gesehen die vollgepackteste Barnack und vermittelt schon rein visuell einen moderneren Eindruck. Die besonders feine, zarte, seidenmatte Chrom-Oberfläche ist in ihrer Art der Leica f vorbehalten.
Das ist eine tolle Oberfläche! Aufgrund ihrer Feinheit ist sie aber leider relativ anfällig für kleine Kratzer und die Kamera damit schon manchmal fast eher ein behutsam behandeltes Schmuckstück als ein bedingungslos genutztes Werkzeug.
Die seidenweiche Leica IIIf in einer Ledertasche mit VIDOM Universalsucher und Elmar 5cm Objektiv mit FISON Sonnenblende.
Design ist natürlich Geschmackssache. Für mich haben die älteren Barnacks wie zum Beispiel die Leica IIIa oder auch die Leica I genauso ihren Reiz.
Wer es besonders unauffällig möchte, dem rate ich zu einer schwarzen Leica. Dann jedoch scheidet die Leica f praktisch aus, denn im zivilen Bereich gab es sie ausschließlich in Chrom und die militärischen Exemplare liegen preislich jenseits von Gut und Böse (~100.000€).
Filmmerkscheibe im Vorspulknopf: Mit der Leica f wurde die Filmmerkscheibe auf der Leica eingeführt. Diese befindet sich im Vorspulknopf und kann nach Anheben des Knopfes eingestellt werden. Je nachdem, ob man links- oder rechtsherum dreht, wechselt die Anzeige zwischen Schwarzweiß und Farbe.
Eine Filmmerkscheibe ist wirklich eine dankbare Sache bei gelegentlicher Nutzung der Kamera oder bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Kameras.
Beinahe hätte ich gesagt, die Merkscheibe ist praktisch für Vergessliche, aber das ist nicht ganz wahr, denn ich vergesse gerne die Merkscheibe umzustellen wenn ich einen anderen Film einlege und dann gibt sie einen falschen Hinweis.
Nein, im Ernst, die Merkscheibe ist ein praktischer Helfer und ich nutze sie viel. Die Integration in den Vorspulknopf finde ich Klasse und viel besser als die spätere Positionierung bei der IIIg und den Leica M Modellen auf der Kamerarückseite.
Ein Nachteil an der Merkscheibe der IIIf ist, dass sie aus der Zeit um 1950 stammt. Der höchste verfügbare ISO ist 125.
Man kann sich jedoch gut mit den niedrigeren Zahlen behelfen, so steht ISO 80 bei mir für ISO 800 usw.
An alle Banausen die jetzt auf die Idee kommen, dass es ja alternativ auch diese wunderbaren aufklebbaren Plastikhalterungen gibt, in die man die abgerissene Seitenlasche einer Filmschachtel stecken kann: Wehe dem, der soetwas auf eine Leica klebt...
Genau wie bei den Vorgängermodellen, der Leica IIIc sowie der Leica IIIb, sitzen Entfernungsmesser und Sucher bei der IIIf unmittelbar nebeneinander in einer gemeinsamen "Augenmuschel". Dies erlaubt einen sehr lückenlosen, raschen Wechsel zwischen Fokussieren und Anvisieren. Das Erlebnis ist so fast vergleichbar mit der Nutzung eines Messuchers, doch bleibt das Sucherbild absolut sauber.
Ermöglicht wird die neue Positionierung des Suchereinblicks, weiter nach links, durch eine Prismenkonstruktion. Bei allen früheren Barnacks (d.h. vor der Leica b) liegen die Einblicke deutlich weiter auseinander. Das erfordert etwas mehr Gewöhnung, funktioniert aber dann auch tadellos.
Bei Nutzung eines Aufstecksuchers wird dieser Unterschied unrelevant.
Das Verschlusswerk bei Leica IIIc und Leica IIIf ist durch zusätzliche Bleche etwas besser gegen kriechendes Licht geschützt als bei den Vorgängern. Bei Letzteren kann bei offenem Objektiv und grellem Umgebungslicht allmählich genung Licht unter den Vorhängen hindurch wandern, um den Film anzubelichten. Normalerweise deckt man bei Nichtbenutzung einer Sucherkamera das Objektiv mit einen Objektivdeckel ab, zum Schutz der Optik und aufgrund der Gefahr von Lochbrand. Dadurch ist Kriechlicht in der Praxis bei mir noch nie aufgetreten.
Ab der Leica IIIc stand erstmals ein separater Justagepunkt für die Schlitzbreite bei der kürzesten Verschlusszeit von 1/1000s zur Verfügung.
Da die 1/1000s bei einem Tuschschlitzverschluss im Grunde die Grenze des Machbaren darstellt, setzt sie einen technisch sehr anspruchsvollen, perfekten Ablaub der Verschlussmechanik vorraus.
Der zusätzliche Justagepunkt ist für den Reparateur ein Segen. So lässt sich die 1/1000s wesentlich präziser justieren, ohne in Konflikt mit den längeren Verschlusszeiten zu kommen. Bei allen früheren Modellen, war der perfekte Ablauf der 1/1000s im Grunde von der Fertigungspräzision, insbesondere von der perfekten Positionierung der Verschlusstücher auf den Rollen, abhängig.
Ernst Leitz bewerkstelligte die Fertigung der Verschlusstücher mit einer bemerkenswerten Präzision, sodass man diesen zusätzlichen Justagepunkt wohl lange für unnötig gehalten hatte.
Jedoch sind, bzw. waren, nur sehr wenige Techniker außerhalb der Leitz-Werke in der Lage, die Position und Länge der Tücher bei einem Verschlusstuch-Wechsel derart perfekt einzurichten. In der Folge funktionieren bei vielen Leica IIIa und IIIb alle Zeiten perfekt, bis auf die 1/1000s.
Wer auf die 1/1000s angewiesen ist, dem empfehle ich daher die späteren Modelle, d.h. IIIc oder IIIf. In der Praxis nutze ich diese Zeit eher selten.
integrierter Selbstauslöser. Eine nützliche Funktion, die mit der seltenen Leica IIId erstmals zur Verfügung stand und den externen Selbstauslöser APDOO ersetzte.
Fazit
Die Leica IIIf ist die perfektionierteste echte Barnack-Leica.
Sie verfügt über die größte Vielfalt an Ausstattungsmerkmalen und ist ein elegantes und langlebiges Präzisionswerkzeug.
Als erste Leica verfügte sie über eine integrierte Blitzsynchronisation. Dank des Einstellrades für Kontaktzeiten kann die IIIf mit den unterschiedlichsten Blitzbirnen sowie mit Elektronenblitzen zusammenarbeiten. Sie kann praktisch jeden erdenklichen Blitz - auch heutige Geräte - korrekt ansteuern.
Hat man zwei gleichermaßen professionell überholte Leicas zur Außwahl, eine IIIf und eine wesentlich Ältere, zum Beispiel eine IIIa, so werden beide ähnlich präzise und zuverlässige Fotoapparate sein.
Einzige Einschränkung: Ich persönlich finde das Langzeitenwerk, welches bei Leica III-Modellen die Verschlusszeiten von 1/25s-1s steuert, bei den Modellen IIIc und IIIf am besten konstruiert und besonders zuverlässig. Bei älteren Modellen kann es hier gelegentlich zu Ausfällen der kürzeren Langzeiten (betrifft v.a. 1/8s) kommen.
Alle Barnacks ab der IIIb weisen eine gemeinsame Augenmuschel für Sucher und Entfernungsmesser auf. Durch die räumliche Nähe der beiden Okulare ist der Wechsel zwischen Entfernungsmessung und Bildgestaltung besonders flüssig und schnell. Der etwas größere Abstand zwischen den Okularen früherer Modelle ist für mich kein großer Nachteil und ich finde man gewöhnt sich sehr schnell daran. Trotzdem hat die neuere Konstruktion von Leica c und f hier etwas die Nase vorn.
Aufnahmen mit der Leica IIIf
New Russar 20mm F16, HP5 Plus auf EL1600 in Adox XT-3 1+1.Summarex 8,5cm bei Offenblende (F1.5). Aufgenommen auf Ilford Delta 100, entwickelt in ADOX XT-3 1:1. London. Elmar 3,5cm; HP5 PLUS, gepusht auf EL800 in ADOX XT-3 1+1.
Berlin mit dem Ekurz. HP5 PLUS, gepusht auf EL800 in ADOX XT-3 1+1.
Brombeerblüte im Maßstab 1:2 mit dem Elmar 5cm bei F8 und Hilfsgerät BEHOO. Leica IIIf 1/100s frei Hand. Fuji Acros 100II in ADOX FX-39.
Blüte der Jungfer im Grünen (Nigella damascena). Elmar 5cm Blende 8, frei Hand bei 1/200s. Maßstab 1:2 mit BEHOO Nahgerät. Kodak Gold 200 in ADOX C-Tec C-41.