Summarex 8,5cm 1:1,5
Höchste Lichtstärke bei 8,5cm Brennweite
Das Summarex ist ein sehr besonderes Objektiv! Es zeichnet unvergleichlich, harmonisch-charaktervoll. Die Aufnahmen ziehen einen mit Plastizität und Zartheit in ihren Bann.
Mit der extrem hohen Lichtstärke von 1:1,5 bei einer Brennweite von 8,5cm ist es ein Objektiv von beeindruckender Gestalt.
Es wiegt ganze 800g und ist in der Haptik das solideste aller jemals gebauten Leica-Objektive.
Der Linsendurchmesser des Summarex ist das Maximum, das auf einer Schraubleica überhaupt möglich ist. Nur ein Millimeter mehr und der Entfernungmesser wäre blockiert. Damit das Ganze überhaupt noch funktioniert, ist die Fassung der vorderen Linsen auf eine bemerkenswert schlanke Konstruktion angewiesen. Blickt man von vorne auf das Summarex, wirkt das Objektiv wie ein dünnwandiges Rohr. Die Sonnenblende trägt Ausschnitte, damit man mit dem Entfernungsmesser hindurchsehen kann.
Beeindruckend ist auch die Linsenkonstruktion mit sehr stark gekrümmten Elementen.
Geschichte
Das Summarex war das erste super-lichtstarke langbrennweitige Objektiv der Welt und dabei bereits exzellent korrigiert. Es ist eine optische Meisterleistung und das Ergebnis jahrelanger Forschung der Arbeitsgruppe um Professor Max Berek.
Eingeführt während des Kriges, im Jahr 1943, war das Summarex bis Kriegsende dem Militär vorbehalten. Hierfür wurde es in einer schwarz lackierten Fassung gefertigt. Bis 1945 existierten lediglich 90 Stück.
Insgesamt wurden vom Summarex über einen Fertigungszeitraum von ganzen 23 Jahren gerade einmal 4300 Stück produziert. Es ist damit ähnlich selten wie das berühmte Portraitobjektiv Thambar 90cm 1:2,2.
Häufig wird behauptet, das Summarex sei das erste vergütete Objektiv von Ernst Leitz gewesen. Das ist jedoch so nicht korrekt, denn die ersten Objektive wurden bei Ernst Leitz im Jahr 1941 vergütet (Das waren das Summitar und das Elmar 5cm). Das Summarex kam aber ja erst 1943 auf den Markt.
Richtig hingegen ist, dass das Summarex das erste von Anfang an vergütete Objektiv von Ernst Leitz war. Es war also als erstes Objektiv ausschließlich vergütet erhältlich.